Heute stelle ich Dir eine, zugegeben, etwas exotische Möglichkeit vor, das richtige Ernährungsprogramm zu finden:

Schreib Dir einmal alles auf, auf das Du Deiner Ansicht nach auf gar keinen Fall verzichten kannst. Also zum Beispiel: Brot, Kartoffeln, Cola, Zucker im Kaffee, Kuchen, Sahne, Frikadellen, Schokolade, Gummibärchen, Pizza, Burger und so weiter, und so weiter.

Und jetzt wird’s brutal: Genau das lässt Du zwei Wochen lang alles weg. Wirklich alles.

Stattdessen lebst Du von Gemüse, Salat, Obst, Nüssen, Frischkäse, Käse, Quark, Haferkleie, Quinoa, magerem Fleisch und Fisch, Wasser, Kaffee, Tee. Du zählst keine Kalorien, Kohlenhydrate oder Punkte, Du achtest nur auf eine ausgewogene Mischung aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten und darauf, dass Du solche Kohlenhydrate aussuchst, die eine niedrige glykämische Last mit sich tragen, denn die machen wunderbar lange satt. Hier ist eine Ausführliche Liste der Kohlenhydrate  (die grünen dürfen im Speiseplan mitfahren, solange sie fettarm oder Nüsse (ungesüßt und ungesalzen) sind).

Zucker ist absolut verboten. Wenn Du etwas süßen musst, nimm Erythrit oder 0-Kalorien-Stevia. Stevia aus dem Supermarkt ist immer mit irgendwas versetzt, das die Menge zuckerähnlich macht, das erleichtert die Dosierung. Achte darauf, dass der Füllstoff keine Kalorien oder Kohlenhydrate hat oder nimm am besten Stevia-Extrakt (Steviosid).

Brot und Brötchen werden durch getreidefreies Brot ersetzt. Denn vor allem an Arbeitstagen wird’s schwierig, wenn man sich keine gescheiten Brote machen kann, zwischen all dem Salat. Aber hierbei gilt: nicht mehr als vier Scheiben pro Tag.

In diesen zwei Wochen lernst Du ein paar enorm wichtige Dinge. Zum Beispiel, wie viel einfacher es ist, Sachen radikal aus dem Speiseplan zu streichen, anstatt nach kalorienreduziertem Ersatz zu suchen, der halb so gut schmeckt und die Sehnsucht nach dem Richtigen nur vergrößert. Außerdem erfährst Du, wie entschlossen Du tatsächlich bist, abzunehmen.

Aber die wichtigste Erkenntnis nach zwei Wochen: Du wirst staunen, welche Lebensmittel für Dich tatsächlich unentbehrlich sind und welche Dir überraschenderweise gar nicht gefehlt haben. Und damit bekommst Du einen Anhaltspunkt, ob zum Beispiel eher Low-Carb- oder Low-Fat-Programme für Dich geeignet wären oder ob Du doch lieber auf entbehrungsärmere Programme wie etwa die Brigitte-Diät setzen willst, weil Du – entgegen meiner Prognose – alles auf der Liste wahnsinnig vermisst hast.

Egal, wie’s ausgeht: Es gibt dabei einen ganz wunderbaren Nebeneffekt: Nachdem Du zwei Wochen lang so radikal Deine Gewohnheiten umgestellt hast, wird Dir der Start in jedes Ernährungsprogramm ganz leicht fallen. Viel Erfolg!!!