Mit einer Pille, egal wofür oder wogegen hat man nur eine Chance. Die exakt gleiche Situation gibt es nie wieder und Du kannst nicht zurückspulen, um an der entscheidenden Stelle einen anderen Weg zu gehen. Aber wenn Du Deine Aufmerksamkeit mal auf Deine eigenen Mechanismen lenkst, kannst Du lernen, auch die kleinen Erfolge zu würdigen.

Ein Beispiel:
Ich nehme einen Appetitzügler ein -> ich verspüre keinen Appetit -> „Oh, der hat geholfen“. Aber stimmt das wirklich?
Und wir spulen mal zurück …
Ich nehme keinen Appetitzügler ein, im Fernsehen kommt eine spannende Sendung, und ich bin so gefesselt, dass ich alles andere vergesse, sogar meinen Appetit. Nur: Diesen Erfolg nehme ich gar nicht als solchen wahr, denn ich habe ja nicht mit Absicht alles vergessen. Oder – mit anderen Worten – ich habe keine aktive Maßnahme ergriffen, um meinen Kopf aus dem Futterkreislauf zu bekommen, ich war bloß empfänglich dafür, mich faszinieren zu lassen. Das sind die Momente, für die wir sensibel werden müssen, um uns endlich von dem Trugschluss zu befreien, dass Hilfe immer von außen und in Schachteln kommen muss.

Abführ- und Entwässerungsmittel darf man nur und ausschließlich mit medizinischer Indikation einnehmen, also nur dann, wenn die Gesundheit in akuter Gefahr ist, wenn man es nicht tut. <- Punkt.

Die Wirkung von Pillen oder Trinkgels zur Fettverbrennung oder zum Kohlenhydratabbau ist übrigens in keinem Fall wirklich schlüssig erwiesen. Und wenn bereits in der Werbung für solch ein Produkt in einem Nebensatz erwähnt wird, dass diese Nahrungsergänzung im Rahmen einer kalorienreduzierten Ernährungsweise in Kombination mit Sport ihre Wirkung am besten entfaltet, rate mal, was Du dann getrost weglassen kannst. Diese Mittel sind Gelddruckmaschinen für die Hersteller. Mehr nicht. Denk an Grundmanns Entfettungstee.