Ich mag Wasser nicht sonderlich. Und ich vergesse dauernd, genügend zu trinken. Ich weiß, dass das vielen von Euch sehr bekannt vorkommt. Weil ich aber auch weiß, dass es A: absolut keine Alternative zu Wasser gibt und B: mein proteinbetontes Ernährungsprogramm nur dann ein wirklich gutes ist, wenn ich ausreichend trinke, habe ich mir die naheliegendste (und unbequemste) aller Lösungen ausgesucht: Ich zwinge mich einfach.

Zuerst habe ich aber dafür gesorgt, dass Wasser mir mehr Spaß macht: Ich habe alle Sorten, die ich bekommen konnte, eingekauft – mit Kohlensäure und ohne. Dann habe ich damit verschiedene Blindtests durchgeführt. Dabei habe ich schnell festgestellt, dass mir kohlensäurehaltiges Wasser fast immer zu metallisch schmeckt. Also habe ich meine weiteren Blindtests auf stilles Wasser konzentriert und irgendwann hatte ich einen Sieger: Mein Leitungswasser durch einen Tischwasserfilter mit Magnesiumzugabe gefiltert hat mir am allerbesten geschmeckt. Die Tests haben mir total viel Spaß gemacht und mir Wasser irgendwie auch nähergebracht.

Als nächstes habe ich mir eine Taktik ausgedacht, die mir wirklich hilft, das Trinken nicht zu vergessen: Ich stelle mir zu meinen Mahlzeiten einen halben Liter Wasser hin. Bevor ich den ersten Bissen essen darf, muss ich mindestens einen viertel Liter Wasser getrunken haben und mit dem letzten Bissen muss die Wasserflasche dann leer sein. Das klappt erstaunlich gut. Ich muss dazu bloß die Regeln, die ich selbst aufstelle, auch ernst nehmen. Die Belohnung dafür ist, dass ich mich so selbstbestimmt ausgesprochen wohl fühle. Und schon ist die unbequeme Lösung für mich die bequemste.